Reisen im Zickzack. Die Sammlung Philippe Bodenmann
Philippe Bodenmann, der an der École d’art in La Chaux-de-Fonds Druckgrafik studierte, baut seit den 1980er-Jahren eine Sammlung schweizerischer und internationaler Kunst auf, in der sich sein Blick wie sein Lebensweg spiegeln.
Zu Beginn seiner Karriere malte er selbst und stellte zweimal im Rahmen der Biennalen für zeitgenössische Kunst des Museums aus. Auf diesen Jahren der Entdeckungen beruhen seine anspruchsvolle Kultur und seine ausgeprägte Vorliebe für die geometrische Abstraktion. 2025 beschloss er, dem Museum seine gesamte Sammlung zu überlassen. Diese Schenkung zeugt von seinem Vertrauen in die Institution und setzt ein langjähriges intellektuelles und freundschaftliches Miteinander fort.
Die Sammlung zählt mehr als 200 Werke: Gemälde, Skulpturen und Druckgrafiken. Sie spannt einen Bogen von der Neuenburger Schule des frühen 20. Jahrhunderts über die Zürcher Konkrete Kunst der 1950er-Jahre bis zur internationalen Konzept- und Minimal-Kunst der 1960er- und 1970er-Jahre und umfasst überdies Schweizer Kunstschaffende, mit denen Philippe Bodenmann im Laufe der Zeit Freundschaft schloss.
Sie ist von historischer und künstlerischer Bedeutung, bewahrt aber auch die Erinnerung an die Ausstellungen, die das Museum vierzig Jahre lang prägten. Sie setzt auf kohärente Weise die Schenkung Olivier Mosset fort, von der sie sich allerdings durch die Art ihres Blicks unterscheidet: zum einen jener des Künstlers, zum anderen jener des Kunstliebhabers, der im wahrsten Sinne des Worts liebt, erkundet, seinen Geschmack kultiviert und vor allem mit seinen Werken lebt.