Farbe — Kunst in der Park-Villa

06 gennaio 2026 - 31 agosto 2026 Museum Rietberg, Zürich

Mit seinen international renommierten Sammlungen bedeutender Objekte aus Afrika, Amerika, Asien und Ozeanien zählt das Museum Rietberg zu den grössten Kunstmuseen der Schweiz. Ergänzend zu der Sammlungspräsentation in der Villa Wesendonck macht die Ausstellung in der Park-Villa Rieter bedeutsame Arbeiten indischer Malerei sowie wichtige Werke aus der fotografischen Sammlung zugänglich. Ab Januar 2026 widmet sie sich der Bedeutung von Farbe in der Kunst.

Farbe — Kunst in der Park-Villa

Urheber unbekannt, Shiva tanzt zu Ehren der Göttin, Indien, Rajasthan, Udaipur, um 1730, Museum Rietberg, Inv.-Nr. RVI 975, Ankauf mit Mitteln von Eberhard und Barbara Fischer

Symbolik und Ästhetik der Farben in der indischen Malerei

Wie überall auf der Welt besitzen Farben auch in Indien eine symbolische Bedeutung. Besonders deutlich bedienen sich religiöse und lyrische Malereien dieser Symbolik. Die Farbgebung kann in der Malerei aber auch rein ästhetische Funktion haben. Besonders in Bilderserien folgt die Farbwahl abstrakten Überlegungen. Neben dem Malstil geben Art und Anzahl der verwendeten Farben wichtige Hinweise auf Herkunft und Entstehungszeit eines Bildes. Gezeigt werden ausserdem Entwurfszeichnungen und zeitgenössische Arbeiten, die Einblicke in den kreativen Prozess hinter den Malereien bieten.

Blickwinkel

Die Präsentation Blickwinkel beleuchtet die wissenschaftliche Erforschung indischer Malerei. Analysen von Pigmenten und Techniken an einem einzelnen Blatt der Kota-Narayana-Ragamala-Serie eröffnen neue Einblicke in Schaffensprozesse und Produktion. Die Untersuchung des Folios Bangala Ragaputra bringt eine Überlagerung verschiedener Zeichnungen und Pigmentschichten hervor. Ergänzend wird die Verbindung zur Ragamala-Tradition hergestellt, die musikalische Stimmungen in poetische und visuelle Formen übersetzt.

Alles ist erleuchtet: Fotografie und Farbe

Zwischen 1880 und 1980 sind die Werke aus der fotografischen Sammlung des Museums Rietberg entstanden. Die Präsentation Alles ist erleuchtet zeigt die Bedeutung von Farbe anhand von handkolorierten Fotografien sowie Farbfilmaufnahmen auf. Verschiedene Beispiele verdeutlichen, wie Farbe auf die Betrachtenden wirkte, wie sie ihre Fantasie weckte, aber auch welch ausgrenzende Eigenschaften frühe Farbfilmtechnologien besassen. Die Kombination von Fotografien verschiedener Epochen und Regionen lässt überraschende Vergleiche zu und rückt Afrika und Asien als zentrale Schauplätze einer globalen Fotogeschichte ins Blickfeld.