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Informationen zu den Massnahmen des Bundes im Kultursektor

Massnahmen des Bundes zur Abfederung der wirtschaftlichen Folgen des Coronavirus im Kultursektor

Um die wirtschaftlichen Folgen der Ausbreitung des Coronavirus abzufedern, hat der Bundesrat am 20.03.2020 ein umfassendes Massnahmenpaket beschlossen. Für den Kultursektor gibt es spezifische Hilfsmassnahmen. Sie kommen dann zur Anwendung, wenn die gesamtwirtschaftlichen Massnahmen nicht oder nur unvollständig greifen. Denn für die Kulturförderung ist nicht der Bund, sondern sind die Kantone zuständig. Der Bund kann also hier nur «subsidiär» tätig werden.

Was unternimmt der Bund für die Museen?

Auch Museen können profitieren, und zwar durch

  • Soforthilfen in der Form von zinslosen rückzahlbaren Darlehen, mit der die Zahlungsfähigkeit eines Museums für den Übergang sichergestellt werden kann sowie durch
  • Entschädigungen für den finanziellen Schaden, der durch die Coronavirus-bedingte Absage oder Verschiebung von Veranstaltungen und Projekten oder durch Betriebsschliessungen (Zeitraum: März bis April 2020) verursacht wurde.

Welche Museen können profitieren und welche Museen sind von Hilfsmassnahmen ausgeschlossen?

Öffentlich zugängliche Museen und Sammlungen können die Leistungen beantragen. Allerdings gibt es Ausnahmen. Keine Unterstützung erhalten:

  • Museen, die Teile der Verwaltung von Bund, der Kantone oder der Gemeinden sind und keine davon unabhängige Rechtspersönlichkeit aufweisen (z.B. Schweizerisches Nationalmuseum, ein kantonales Kunstmuseum, das direkt dem Amt für Kultur unterstellt ist),
  • Unternehmen mit öffentlich-rechtlicher Rechtsform sowie
  • der Betrieb von historischen Stätten und Gebäuden.

Soforthilfen («Liquiditätsspritzen») werden nur an nicht gewinnorientierte Museen ausbezahlt.

Wo können die Museen die Hilfen beantragen?

Zuständig sind die zuständigen kantonalen Stellen am Sitz des Museums. Die Kantone entscheiden auch über die Gesuche. Hier findet sich bald eine Liste der zuständigen Stellen.

Können Selbständige, die für Museen arbeiten, auch Hilfe beantragen?

Für Selbstständigerwerbende sind ebenfalls Entschädigungen vorgesehen. Werden Engagements abgesagt (z.B. es fällt eine geplante Führung aus), weil das Museum schliessen musste, können Selbständige Tagegelder beantragen, die auf höchstens CHF 196 am Tag begrenzt sind. Die zuständige Stelle ist die jeweilige AHV-Ausgleichskasse. Weitere Informationen finden sich hier. Kulturschaffende können bei Suisseculture Sociale nicht rückzahlbare Nothilfen zur Deckung der unmittelbaren Lebenshaltungskosten beantragen.

Können Museen Kurzarbeit beantragen?

Die Kurzarbeitsentschädigung deckt den Arbeitgebern für einen gewissen Zeitraum einen Teil der Lohnkosten. Damit kann ausgeglichen werden, dass im Betrieb vorübergehend weniger gearbeitet wird. Die Arbeitsverträge können so erhalten bleiben. Durch das Coronavirus-Massnahmenpaket sollen die Ansprüche auf Kurzarbeitsentschädigung ausgeweitet und die Beantragung vereinfacht werden. Zu beantragen ist die Kurzarbeitsentschädigung von den Arbeitgebern bei den Kantonalen Amtsstellen (KAST). Informationen und weitere Links zu Broschüren und Formblättern gibt es hier.

Die genauen Modalitäten der Massnahmen (zuständige Behörden, Antragsformulare etc.) werden derzeit ausgearbeitet, damit auch die Museen so schnell wie möglich von ihnen profitieren können.

Der VMS informiert laufend.