Lernendes Museum: Die Pilotphase 2026

Im gesellschaftlichen Wandel sind Museen gefordert, ihre Lernfähigkeit zu stärken, um relevant und resilient zu bleiben. Als Teilnehmende der Pilotphase «Lernendes Museum 2026» können Sie diesen Schritt nun bewusst und begleitet gehen. Alle Informationen für Pilotmuseen auf dieser Seite.

Lernendes Museum: Die Pilotphase 2026

Aus der Bilderstrecken-Sammlung der Schweizer Museumszeitschrift: Museo cantonale di storia naturale.

Die Zukunft der Museen mitgestalten

Am 26. Januar endete die Bewerbungsfrist für die Pilotphase  «Lernendes Museum 2026». Sie haben die Frist verpasst oder möchten gerne zu einem späteren Zeitpunkt teilnehmen? Kein Problem: 2027 haben Sie erneut die Chance.

Derweil freuen wir uns über die zahlreichen eingegangene Bewerbungen und die mutigen Vorreiter: Als Pilotmuseum bekennen Sie sich offen dazu, sich gemeinsam mit Ihrem Team auf den Weg zu einer lernenden Organisation zu begeben, in einem geführten Prozess und in einer energetischen Community. Gemeinsam mit dem Verband der Museen der Schweiz & ICOM Schweiz werden Sie die Haltungen und Praktiken mitgestalten, durch die Museen relevant bleiben, Vertrauen aufbauen und nachhaltigen gesellschaftlichen Mehrwert schaffen – für Menschen, für die Kultur und für den Planeten, den wir uns teilen.

Die Vision von VMS und ICOM Schweiz

Bis 2030 haben sich Schweizer Museen zu kollaborativen, inklusiven und dynamischen lernenden Organisationen entwickelt. Sie sind kraftvolle und mutige Akteure für positiven Wandel. Verwurzelt im gemeinsamen kulturellen Erbe dienen sie als lebendige Arbeitsorte und öffentliche Räume, in denen Dialog, Neugier, Reflexion und Innovation gedeihen.

Das bedeutet zum Beispiel, dass Erfahrungen aus Feedback der Besucher:innen, Teamarbeit oder Projekten nicht nur gesammelt, sondern in Lernschleifen übersetzt werden, die Führung, Programm und Zusammenarbeit sichtbar verändern.

Pilotphase 2026

Gemeinsam lernen und gestalten

Eine Gruppe von Repräsentant:innen aus dem Museumssektor hat sich von August bis Dezember 2025 in einem dynamischen und offenen Prozess mit dem lernenden Museum auseinandergesetzt und hat konkrete Ergebnisse für die Pilotphase 2026 entwickelt. Dies sind:

  • Eine Charta der lernenden Museen: Sie beschreibt Haltungen und Praktiken, die lernende Museen auszeichnen. Sie ist Ihr Kompass für die Transformation und Ihr öffentliches Bekenntnis zum gemeinsamen Weg.
  • Ein visuelles Lernprofil: Mit unserem Selbsteinschätzungs-Tool erstellen Sie ein visuelles Lern-Profil Ihrer Organisation und erkennen auf einen Blick die Stärken und Entwicklungsfelder.
  • Eine Werkzeugkiste für die Praxis: Eine kuratierte Sammlung erprobter Tools und Best Practices, mit denen Sie konkrete Entwicklungsfelder gezielt angehen können.
  • Kompetenzen durch Weiterbildung: Gezielte Weiterbildungen vermitteln Ihnen und Ihrem Team das Know-how, um Veränderungsprozesse zu gestalten, Lernkultur zu fördern und Innovation voranzutreiben.
  • Miteinander lernen in der Community: Profitieren Sie vom Erfahrungsschatz anderer Museen in der Pilotgruppe und dem Learning Leaders Circle.

Wovon Sie als Pilotmuseum nun profitieren

Konkrete Ergebnisse für Ihre Organisation

  • Einen massgeschneiderten Aktionsplan: Sie entwickeln einen konkreten, umsetzbaren Fahrplan für Ihre Weiterentwicklung als lernende Organisation – angepasst an Ihre spezifische Situation
  • Gelebte Lernpraxis statt Papier: Nach der Pilotphase verfügen Sie über verankerte Routinen und ein gemeinsames Verständnis im Team – nicht nur über Konzepte
  • Messbare Fortschritte: Die Selbsteinschätzung zu Beginn und am Ende macht Ihre Entwicklung sichtbar und dokumentierbar
  • Gestärkte Kompetenzen: Ihr Team erweitert seine Fähigkeiten auf Basis der Charta

Unterstützung im geschützten Rahmen

  • Professionelle Begleitung: Moderation und individuelles Coaching während des gesamten Prozesses
  • Praxisorientierte Toolbox: Bewährte Instrumente und Methoden, die Sie direkt anwenden können
  • Resonanzraum zum Experimentieren in der Community: Ein vertrauensvoller Rahmen, um neue Ansätze zu testen, ohne Angst vor Fehlern

Starkes Netzwerk und Austausch

  • Community of Practice: Regelmässiger Austausch mit anderen Pilotmuseen – Sie lernen von- und miteinander
  • Vertiefte Verbindungen: Sie bauen bedeutsame, langfristige Beziehungen in der Schweizer Museumslandschaft auf
  • Neue Perspektiven: Andere Museen, Expert:innen und thematische Weiterbildungen eröffnen Ihnen neue Blickwinkel für Ihre Strategie

Mitgestaltung und Relevanz

  • Sie sind Pioniere: Als Pilotmuseum gestalten Sie die Initiative aktiv mit – Ihre Rückmeldungen prägen die zukünftigen Angebote für den gesamten Sektor
  • Teil einer Bewegung: Sie werden Teil einer schweizweiten Entwicklung und positionieren Ihr Museum als innovativ und zukunftsorientiert
  • Stärkere Förderanträge: Ihr Engagement für kontinuierliches Lernen und Innovation macht Sie attraktiver für Geldgeber

Langfristige organisationale Stärkung

  • Mitarbeiterbindung: Kontinuierliches Lernen und gemeinsame Gestaltung fördern die Zufriedenheit und Bindung Ihres Teams
  • Zukunftsfähigkeit: Sie bleiben am Puls der Zeit und entwickeln Ihre Organisation strategisch weiter
  • Kulturwandel: Sie gestalten aktiv eine Organisationskultur, die Lernen, Reflexion und Innovation in den Mittelpunkt stellt

Konkrete Prozessschritte

Nach dem Onboarding und der Selbsteinschätzung entwickeln Sie Ihren individuellen Aktionsplan und setzen konkrete Massnahmen mit ihrem Team um. Während des gesamten Prozesses begleiten Sie drei zentrale Elemente: die praxisorientierte Toolbox, die Community of Practice und thematische Weiterbildungen. Ein Zwischencheck an der Jahreskonferenz von VMS und ICOM am 20. und 21. August und die abschliessende Wirkungsmessung machen Ihren Fortschritt sichtbar. Der gesamte Prozess wird durch professionelle Moderation und individuelles Coaching begleitet. 

Was wir erwarten

Ein lernendes Museum erfordert das Engagement der gesamten Organisation (Leitung, Team, Trägerschaft). Sie bestimmen Verantwortliche für den Prozess.

Personelle Ressourcen:

  • Museen mit weniger als 5 VZÄ: 1 verantwortliche Person
  • Museen mit mehr als 5 VZÄ: 1 Person aus der Leitung + 1 Person für die Umsetzung

Zeitinvestition: Durchschnittlich zwei Tage pro Monat (je nach Phase und internen Prioritäten)

Ihr Beitrag:

  • Unterzeichnung der Charta (öffentliche Pledge)
  • Online-Selbsteinschätzung durchführen (zu Beginn und am Ende des Prozesses)
  • Onboarding-Materialien studieren
  • Teilnahme an zwei Präsenz-Workshops (Kick-off und Impact-Check-in)
  • Hausinternen Aktionsplan-Workshop organisieren (mit / oder ohne professionelle Unterstützung)
  • Massnahmen umsetzen (z.B. Schulungen, neue Prozesse)
  • Monatliche Peer-Calls mit anderen Pilotmuseen
  • Bei Museen mit mehr als 5 VZÄ: 6 Austausche auf Leitungsebene
  • Erkenntnisse an der Jahreskonferenz von VMS und ICOM Schweiz teilen (20./21. August 2026 in Vaduz)
  • Aktiver Wissensaustausch in Ihrer Organisation und im Sektor
  • Daten für Zwischenbericht (Juli) und Abschlussbericht (Dezember) liefern
  • Als Pilotmuseum unterstützen Sie uns aktiv mit Rückmeldungen zu Tools, Prozess und Begleitung. Ihre Erfahrungen fliessen direkt in die Weiterentwicklung des Programms ein.

Teilnahmegebühren

(Februar bis Dezember 2026)

Ist es Ihrem Museum nicht möglich, diesen Preis zu bezahlen?

Melden Sie sich gerne bei uns, gemeinsam finden wir eine Lösung.

Weitere Infos

Sprachen und Termine

  • Materialien: DE, FR, IT, EN
  • Coaching: DE, FR, EN
  • Meetings und Online-Calls: EN (Beiträge in DE, FR, IT oder EN möglich)
  • Kick-off-Workshop (Bern): 23. oder 25. Februar 2026 (je nach Präferenz der Pilotmuseen)

HIER KLICKEN zur Unterzeichnung der Charta

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