UNESCO-Kulturerbe: Schweizer Alpsaison bekommt eigenen Verein

Mit der Anerkennung der Alpsaison als immaterielles UNESCO-Weltkulturerbe soll diese lebendige Tradition in der Schweiz noch stärker unterstützt werden. Ein neuer Verein soll für bessere Vernetzung auch mit den Museen sorgen.

UNESCO-Kulturerbe: Schweizer Alpsaison bekommt eigenen Verein

Aus der Bilderstrecken-Sammlung der Schweizer Museumszeitschrift: Saurer Museum

Schon seit dem Mittelalter ist die Alpsaison als sogenannte «lebendige Tradition» dokumentiert und noch heute spielt sie eine wichtige Rolle in den Schweizer Bergregionen. Doch der Fortbestand ist keineswegs garantiert, ist die Alpwirtschaft doch mit zahlreichen Herausforderungen, von der Klimakrise bis zum Nachwuchsmangel, konfrontiert.

Ende 2023 wurde die Alpsaison als immaterielles Weltkulturerbe von der UNESCO anerkannt und in die Liste aufgenommen. Das verschafft der Tradition nicht nur mehr Sichtbarkeit, sondern auch neue Möglichkeiten der Förderung. Unterstützt vom Bundesamt für Kultur hat der Schweizerische Alpwirtschaftliche Verband mehrere Projekte initiiert. Unter anderem soll Ende 2025 ein Verein gegründet werden, um Alpbewohner:innen mit kulturellen Akteuren, Regionalparks, dem Tourismus und den zahlreichen Museen zu vernetzen.

Auch ein interaktives Quellenverzeichnis zu den Alpweiden ist geplant, ebenso wie eine Wanderausstellung. Letztere ist in verschiedenen Formaten für 2027 vorgesehen und soll die Arbeit der Alpbewohner:innen, die vielfältigen Aufgaben und Herausforderungen und die Entwicklungen der Tradition jenseits der Klischees vorstellen. In Zusammenarbeit mit den Museen soll hierbei ein möglichst breites Publikum angesprochen und eine attraktive Kulturvermittlung geschaffen werden.

Weitere Infos gibt es auf der Projektseite zur Alpsaison, die regelmässig aktualisiert wird.