Museum2030 - Meeting grounds. Bio(Diverse) Begegnungsorte schaffen

07. September 2026 - 21. Januar 2027 Orte/lieux tba

Museum2030 - Meeting grounds! Gestalten sie gemeinsam mit uns in einem kollaborativen Prozess Gärten, Parks und sonstige Aussenräume von Museen als biodiversitätsreiche Begegnungsräume – in Zusammenarbeit mit sanu und Büro Witschi.

Übersicht

Viele Aussenräume von Museen in der Schweiz befinden sich in einem Spannungsfeld zwischen strengen Denkmalschutz-Auflagen, Pflichten zur nachhaltigen Gestaltung und Pflege, komplexen Strukturen bezüglich Zuständigkeiten sowie finanziellen Herausforderungen bei Unterhalt und Entwicklung. Gleichzeitig gibt es bereits verschiedene Beispiele in der Schweizer Museumslandschaft, die exemplarisch aufzeigen, wie sowohl die Biodiversität als auch der Garten als Begegnungsraum partnerschaftlich gefördert und vermengt werden können – und wie sich dadurch das Aussen- und Innenbild der Institution nachhaltig verändert. Für verschiedenste Zielgruppen nimmt die Ausstrahlung zu.

Das Pilotprojekt «Meeting grounds» will dieses Potenzial nutzen. Alle teilnehmenden Museen und Pärke erarbeiten während der Weiterbildung ein Projekt für ihre Aussenräume als Orte der ökologischen Transformation und sozialen Inklusion. Dabei profitieren sie von den Erfahrungen der anderen Teilnehmenden und der versammelten Schwarmintelligenz, um ihre Projektideen zu entwickeln. Das Üben, Anwenden und gegenseitige Austauschen von Methoden, Tools und Erfahrungen stehen im Vordergrund.

Format

An drei eintägigen Workshops wechseln sich fachliche Inputs mit Diskussionen im Plenum, in Gruppen sowie Arbeiten am eigenen Projekt ab. Inspirierende Best-Practice-Beispiele aus anderen Museen illustrieren die Kursinhalte. Das Lernen erfolgt auf Augenhöhe, Peer-to-Peer Coaching wird auch über den Kurs hinaus gefördert. 

Dank einem individuellen Coaching (3 x 30 Minuten) erhalten die teilnehmenden Museen konkrete Antworten auf individuelle Fragestellungen bezüglich Biodiversität, Projektmanagement oder der Gestaltung von kollaborativen Prozessen.  

Mikroresidenzen: Um den Blickwinkel zu öffnen für andere Herangehensweisen und von den praktischen Erfahrungen anderer inspiriert zu werden, arbeiten Projektleitende aus den Teams während einem Tag in einer anderen Institution mit. 

Mit der Teilnahme am Pilotprojekt erlangen die Teilnehmenden folgende Kompetenzen:

  • Setzen sich Wirkungsziele in der ökologischen Regeneration, sozialen Inklusion, kulturellen Innovation und/oder in der systemischen Veränderung des Museums im Zusammenhang mit einem Garten-/Aussenraumprojekt. 
  • Kennen die Möglichkeiten für eine ökologische Aufwertung ihres Aussenraums und den biodiversitätsfreundlichen Unterhalt und wenden diese an. 
  • Sie sind mit Wirkungsmodellen und Projektzyklen vertraut und arbeiten entsprechend. 
  • Analysieren ihre Erfahrungen in der Planung und Umsetzung eines Garten-/Aussenraumprojekts zur ökologischen Aufwertung. 
  • Wenden kollaborative Designmethoden an (Ko-Kreation mit internen und eventuell externen Projektpartnern).
  • Die Teilnehmenden vertiefen die Beziehungen zu bestehenden Partnern und bauen eine aktive Community auf, die das Projekt mitträgt.

Ziel

Die teilnehmenden Museen erarbeiten eine Umsetzungsplanung (inklusive Wirkungsmodell) für ihr Projekt in ihrem Museumsgarten/Aussenraum (September 2026 – Januar 2026), welche sie anschliessend selbständig und gemeinsam mit selbst definierten Partnern und Communities umsetzen (ab Februar/März/April 2027). 

Nach Umsetzung des Projekts teilen sie ihre Erfahrungen mit weiteren Interessierten. Dadurch wächst ein Netzwerk von Museen, Parks und Partnern, das über die Projektlaufzeit hinaus Bestand hat.

Kursleitung

Anne-Laure Junge, Projektleiterin, sanu Kontakt

Kathrin Schlup, Senior Projektleiterin, sanu Kontakt

Franziska Witschi, Biologin, Büro Witschi Kontakt

Programm

Vorbereitungsaufgabe: Foto(s) vom Aussengelände mitbringen oder vorher schicken 

Workshop 1: Montag, 7. September 2026, 9 Uhr – 17 Uhr 

  • Kennenlernen der verschiedenen Teilnehmenden und Ausgangslagen 
  • Einführung in die Biodiversität: Wie hängen wir von ihr ab? Weshalb braucht es Innovation und Veränderung? 
  • Best Practices: Biodiversitätsfreundliche Gestaltung, Aufwertung und Pflege der Aussenräume, Möglichkeiten für historische Gärten 
  • Aufbau des Projektvorhabens: Was möchte ich mit meinem Projekt bewirken? Welche Gestaltungsmöglichkeiten habe ich?
  • Gemeinsame Ideenbörse 
  • Ziel: Impact (Wirkungsziel) des eigenen Projekts ist definiert 
  • Aufgabe bis zum nächsten Workshop: Abklärungen zum Aussenraum treffen: Was darf ich verändern? Was steht unter Schutz? Wer entscheidet? 

Workshop 2: Montag, 26. Oktober 2026, 9 Uhr – 17 Uhr

  • Multisektorale Zusammenarbeit: Wen möchte / muss ich an Bord holen? 
  • Best Practices und Erfahrungsaustausch: Ko-kreative Entwicklungsprozesse in Aussenräumen mit internen und externen Partnern, Zusammenarbeit mit Laien / Freiwilligen im Garten – Was funktioniert, wo liegen Stolpersteine? 
  • Stakeholder-Analyse, Partnerschaften, Community Building 
  • Ziel: Projektidee mit Wirkungsmodell (inklusive Output und Outcome) ist konkretisiert 
  • Aufgabe bis zum nächsten Workshop: Weitere Abklärungen zum Aussenraum / Handlungsspielraum treffen. Wie würde das Projekt aussehen, wenn es erfolgreich wird? 

Workshop 3: Donnerstag, 21. Januar 2027, 9 Uhr – 17 Uhr

  • Handlungsspielräume vorstellen 
  • Best Practices: Planung von ko-kreativen Prozessen, Ressourcen, Rollenverteilung 
  • Zur Partizipation einladen 
  • Ko-kreative Design Methoden 
  • Wie evaluiere ich die Wirkung? 
  • Rückblick und Ausblick: Wo sehe ich gute Ansätze? Herausforderungen? Wo stehe ich jetzt? 
  • Ziel: Umsetzung des Projekts ist geplant, Erfolgsindikatoren sind zusammengestellt 

Umsetzungsphase (Februar-März-April 2027)


Programmänderungen vorbehalten. 

Informationen

Für wen?

Das Pilotprojekt richtet sich an Mitarbeitende aller Stufen. Aus einer Institution können eine oder zwei Personen aus unterschiedlichen Bereichen (z.B. Facility Manager:in, Vermittler:in und Projektleiter:in) teilnehmen, um möglichst vielfältige Kompetenzen und Sichtweisen zu vereinen und das Projekt intern abzustützen.   

Ob die Workshops in einer oder in zwei Sprachen durchgeführt werden, hängt davon ab, aus welchen Regionen die teilnehmenden Museen kommen.

Kosten

Die Teilnahme am Projekt ist vergünstigt dank der freundlichen Unterstützung der Sophie und Karl Binding Stiftung. Die Preise der Teilnahme richten sich nach Vollzeitstellen im Museum. Es sollen sich auch Museen bewerben, welche nicht genügend Mittel haben, dann schauen wir gemeinsam für eine Finanzierungslösung. Teilnehmende Museen sollten für das Projekt genügend Personalressourcen einplanen. Wir gehen davon aus, dass je nach Grösse des eigenen Projekts etwa zwei Tage pro Monat eingesetzt werden sollten.

Anzahl Vollzeitstellen (FTE) pro Museum:

  • 0 - 2k FTE: kostenlose Teilnahme
  • 2 - 5 FTE: CHF 1'000.-
  • 6 - 10 FTE: CHF 2'500.-
  • 11 - 20 FTE: CHF 2'800.-
  • 21 - 40 FTE: CHF 3'400.-
  • 40+ FTE: CHF 3'800.-

Die Kosten beinhalten:

  • Vorbereitende Materialien
  • 3 Tage Workshops
  • 3 x 30 Min. Personal Coaching
  • Zugang zu Tools und Community 
  • Peer-to Peer Coaching
  • Mikroresidenzen
  • Kontaktperson

Anmelde- und Abmeldemodalitäten

Museen, die gerne an diesem Prozess teilnehmen möchten, können sich bis zum 31. Mai 2026 über dieses Formular bewerben.

Bei Abmeldung b is zum 1. Juli 2026  werden CHF 200.‐ in Rechnung gestellt. Bei Abmeldung nach diesem Termin wird die komplette Kursgebühr fällig.

Datenschutz

Bei der Anmeldung werden persönliche Daten in unserem Datenbanksystem zur Bearbeitung gespeichert. Die Daten werden an die Kursleitung und die anderen Teilnehmer:innen zu internen Zwecken weitergeleitet.

Gesucht: Best Practices

Haben Sie bereits Erfahrungen gesammelt oder Projekte umgesetzt in kollaborativen Biodiversitätsprojekten? Dann würden wir uns sehr freuen, mehr darüber zu wissen. Es ist uns ein grosses Anliegen, aus guten Praxisbeispielen zu lernen und diese sichtbar zu machen. Unabhängig davon, ob Sie an den Workshops teilnehmen möchten, würden wir uns freuen, mit ihrem Beispiel zu arbeiten. Bitte nehmen Sie mit uns Kontakt auf, idealerweise bis Ende Mai 2026.

Zweite Runde

Wir planen eine zweite Durchführung des Projekts von September 2027 bis April 2028. Wir freuen uns über Ihr Interesse für die zweite Runde. Bitte schicken Sie uns hierzu eine Mail.

Kontakt bei Fragen

Schreiben Sie uns eine Mail an und wir melden uns schnellstmöglich bei Ihnen.

Mit der freundliche Unterstützung von der Sophie und Karl Binding Stiftung
Mit der freundliche Unterstützung von der Sophie und Karl Binding Stiftung