Workshop

Provenienzforschung in den Museen

VMS-Workshop am 4. November 2022

VMS-Workshop Provenienz II Dōji, Nō-Maske eines Knaben mit Beutel und Kissen. Japan, 16.–17. Jh., © Museum Rietberg Geschenk Balthasar und Nanni Reinhart. Foto: Rainer Wolfsberger
Dōji, Nō-Maske eines Knaben mit Beutel und Kissen. Japan, 16.–17. Jh., © Museum Rietberg Geschenk Balthasar und Nanni Reinhart. Foto: Rainer Wolfsberger

Im Anschluss an die Veröffentlichung des Standards «Provenienzforschung in Museen II. Sammlungen aus kolonialen Kontexten» organisiert der VMS einen Workshop über die Praxis der Provenienzforschung zu Sammlungen, die in kolonialen Kontexten erworben wurden. Dabei handelt es sich um Objekte, die sich verschiedenen Bereichen zuordnen lassen, zum Beispiel der Ethnologie, Archäologie, Kunst oder Naturgeschichte, und die heute in einer Vielzahl von Museen aufbewahrt werden.

Im ersten Teil des Workshops wird ein Überblick über die Thematik gegeben, wobei nachfolgende Punkte behandelt werden: Potential, Methodik und Grundlagen der Provenienzforschung sowie Zusammenarbeit mit den Herkunftsgemeinschaften. Anschliessend wird ein konkretes Projekt des Museums der Kulturen Basel vorgestellt und diskutiert.

Im zweiten Teil erarbeiten die Teilnehmenden nach einem Inputvortrag ein Fallbeispiel aus dem Naturhistorischen Museum Bern und besuchen zum Schluss die Ausstellung «Wege der Kunst. Wie die Objekte ins Museum kommen» des Museums Rietberg. Der Ausstellungsrundgang diskutiert die Vermittlung von Provenienzen und Forschungsergebnissen. Ein spezieller Fokus liegt auf dem Ansatz der Objektbiografie und inwiefern sich dieser als kuratorisches Konzept sinnvoll anwenden lässt.

Workshopleitung

Die Leitung des Workshops übernehmen Mitglieder des Schweizerischer Arbeitskreises Provenienzforschung, die als Autorenkollektiv den Standard verfassten.

  • Sarah Csernay, wissenschaftliche Mitarbeiterin, Abteilung Provenienzforschung, Museum Rietberg sowie Doktorandin Projekt Die "Tiere Afrikas" hinter Glas, UNIBE/HKB
  • Patricia Simon, Aktuariat Schweizerischer Arbeitskreis Provenienzforschung sowie Doktorandin und wissenschaftliche Assistentin IKG-UNIBE
  • Esther Tisa Francini, Leitung Schriftenarchiv und Provenienzforschung, Museum Rietberg
  • Beatrice Voirol, Leiterin Abteilung Ozeanien Museum der Kulturen Basel

Für wen?

Der Workshop richtet sich an alle Museumsfachleute, die sich Provenienzforschung interessieren.

Wann/Wo?

Freitag, 4. November 2022, 10.00-16.00 Uhr
Museum Rietberg, Gablerstrasse 15, 8002 Zürich

Programm

  • Ab 9.30 Uhr: Empfang und Kaffee
  • 10.00-10.15 Uhr: Präsentationsrunde
  • 10.15-11.00 Uhr: Einführung in die Thematik (P. Simon/E. Tisa)
  • 11.00-11.45 Uhr: Projektvorstellung: Kollaborative Projekte mit Herkunftsgemeinschaften am Beispiel des Projekts mit der Gemeinschaft Milingimbi (Australien) (B. Voirol)
  • 11.45-12.00 Uhr: Diskussion / Fragen
  • 12.00-13h30 Uhr: Mittagspause
  • 13.30-14.45 Uhr: Input Fallbeispiel: Die "Tiere Afrikas" in Bern. Kontextualisierung einer zoologischen Sammlung, und Übung (S. Csernay)
  • 14.45-15.00 Uhr: Diskussion
  • 15.00-16.00 Uhr: Besuch der Ausstellung «Wege der Kunst»

Kosten

CHF 170.-
CHF 150.- für jede:n weitere:n Teilnehmer:in der gleichen Institution

Spezialtarif für ICOM-Mitglieder / Mitarbeitende einer Institution, die VMS-Mitglied ist:
CHF 150.-
CHF 130.- für jede:n weitere:n Teilnehmer:in der gleichen Institution

Preise pro Person inklusive Unterlagen und Kaffeepause. Das Mittagessen ist nicht in der Teilnahmegebühr enthalten. Ein optionales gemeinsames Mittagessen wird organisiert. Die Teilnehmer:innen werden zu diesem Zweck einige Tage vor der Veranstaltung per E-Mail kontaktiert.

Informationen

Die Teilnehmerzahl ist auf 20 Personen begrenzt, um eine effiziente Begleitung der Arbeitsgruppen zu gewährleisten.


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