Jüdisches Museum der Schweiz
20. Mai 2012, 15-16 Uhr
Öffentliche Führung durch die Sonderausstellung:
Am Übergang - Bar und Bat Mizwa
Wie werden jüdische Kinder und Jugendliche erwachsen?
Zum Leben gehören Übergänge. Religionen und Gesellschaften markieren diese durch Übergangsrituale wie Firmung und Konfirmation sowie spezielle Feiern und Gottesdienste zum Abschluss der obligatorischen Schulzeit. Das Judentum begeht den Übergang von der Kindheit zur Erwachsenenwelt mit einem grossen Fest: Bar Mizwa und Bat Mizwa.
Der Begriff heisst übersetzt „Sohn des Gebots“ und „Tochter des Gebots“. Es bedeutet, dass nach jüdischem Religionsgesetz Knaben mit 13, Mädchen bereits mit 12 Jahren mündig werden. Sie gelten als erwachsen und sind nun verpflichtet, die vielen Gebote und Verbote, die das Judentum prägen, zu befolgen. Die Jugendlichen sind: Bar Mizwa und Bat Mizwa.
Die Sonderausstellung im Jüdischen Museum der Schweiz stellt dieses Ereignis in den Mittelpunkt. Gezeigt wird nicht nur ein historischer Überblick, sondern auch der Wandel der Rolle von Mann und Frau. Im Zentrum steht das heutige Brauchtum der Juden in der Schweiz. Und natürlich dürfen die Jugendlichen selber nicht fehlen! In der Ausstellung kommen mittels multimedialer Technik die „HauptdarstellerInnen“ zu Wort: sie erzählen von ihren Gedanken, Wünschen und Zukunftsplänen vor und nach ihrer Bar Mizwa oder Bat Mizwa, dem Fest, das gleichzeitig Höhepunkt und Abschluss einer jüdischen Kindheit ist.
Bemerkung
Kostenlos. Keine Anmeldung erforderlich!
